Noch haben wir Sommer. Zumindest, wenn man nach dem Kalender geht. Der August zeigt sich in den letzten Tagen aber mal wieder von seiner erfrischenden Seite. Für meinen Geschmack ist das Wetter schon wieder viel zu kalt. Gestern war ich auf der Einschulungsfeier meiner Nichte und hätte am liebsten den Wintermantel rausgeholt.
Bei den Temperaturen, die wir bisher hatten, fühlen sich 18 Grad plötzlich ganz schön frostig an.

Natürlich habe ich die Hoffnung auf ein paar schöne Spätsommertage nicht aufgegeben – immerhin habe ich das ein oder andere Sommeroutfit noch gar nicht ausgeführt – und außerdem will noch gar nicht zu sehr an die ersten richtigen Anzeichen des Herbstes denken. Ich bekomme schon wässrige Augen, wenn ich daran denke, dass ich bald frieren werde und keine warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut spüren kann. Mal abgesehen von meiner unnatürlich blassen Haut, die mich dann immer so krank und müde aussehen lässt. 😅
Ich werde es auch vermissen, wenn der warme Sommerwind beim Fahrradfahren durch meine Haare weht, es lange hell und alles um einen herum grün ist. 

Aber rein modetechnisch, möchte ich schon den ein oder anderen Gedanken daran verschwenden, welche Teile dieser Saison auch bedenkenlos mit in die Auswahl meiner Herbstmode wandern dürfen. Damit will ich mir vor allem ein kleines bisschen von dem Sommerfeeling beibehalten, aber auch relativ neue Teile aus dem Super-Sale, einige meiner Lieblingsteile oder knallige It-Pieces des Sommers weitertragen können.

Natürlich sollte ein jedes Klamottenkonzept für den Herbst und sein teils unfreundliches Wetter tauglich sein.
Also entscheidet man sich am besten, wie es die meisten sicher noch von früher kennen, für den Lagenlook. Auch bekannt als Layering, welches bereits im vergangenen Herbst super angesagt war, versucht man dabei Kleidung geschickt zu kombinieren.
Auch, wenn wir alle zunächst einmal hübsch und stylisch aussehen wollen, sollte man bedenken, dass man auch für Temperaturschwankungen und unbeständige Wetterverhältnisse gewappnet ist.
Es ist aber eigentlich ganz einfach das gelbe Sommertop auch bei unfreundlicherem Wetter zu tragen, wenn man es mit einen wärmeren Cadigan kombiniert. Den sommerlichen Blumenrock kann man auch bedenkenlos mit Wollstrumpfhosen tragen. Damit das Outfit auch stimmig „derb“ wirkt, dürfen Boots nicht fehlen. Zu einem floralem Muster sehen Basics (etwa Longsleeves, leichte Pullover oder Strickjacken), in gedeckten Farben super aus.

Layering ist also gar nicht so schwer. Vor allem, weil man mittlerweile in der Kombination von Materialien, Mustern und ganz klar auch Farben durchaus mehr Mut beweisen darf.

Zugegeben habe ich früher auch viel mehr Wert auf das Aussehen, als auf den Komfort, die Wärme oder die Funktionalität meiner Kleidung gelegt. Heute frage ich mich, wie ich das ohne Erfrierungen überlebt habe.
Deshalb steht für mich bei der Auswahl meiner Outfits heute der „Frostschutz“ an erster Stelle. Ich bin einfach nicht für Temperaturen unter 20 Grad gemacht und vor allem bin ich es leid zu frieren und dann in meinem super angesagtem Look, total verkrampft dazustehen und ein leidvolles Gesicht zu ziehen.

Und wenn ihr partout keine Lust auf die teils unschöne Funktionskleidung habt, dann guckt trotzdem mal nach auffälligen Kleidungsstücken dieser Art. Herbstmode kann Spaß machen.
Wie wäre es mit einer knalligen Regenjacke? Ich habe eine in auffälligem Blau und sogar eine in silber. Damit wird der Look garantiert nicht altbacken! Oder vielleicht probiert ihr mal eine dieser coolen gelben Regenmäntel oder „Friesennerze“ aus. Wenn ihr den Fokus lieber auf eure Beine lenken wollt, könnte euer Schlechtwetteroutfit doch durch ein paar stylische Gummistiefel aufgepeppt werden.

Selbst wenn ich zu Funktionskleidung greife oder die dicken Boots raushole, kommt mein Faible für ein durchweg abgestimmtes Outfit immer durch.
Also versuche ich Regenjacken, Pullover oder Strickjacken, Ponchos, Tops, Stiefel oder Halbschuhe, natürlich auch Taschen, Gürtel und jegliche Form von Accessoires zu vereinen. Entweder nach einem Farbkonzept oder auch mal passend nach dem Material, je nachdem was gerade im Schrank und nicht in der Wäsche liegt.
Ich gestehe, dass das manchmal nervenaufreibend und vor allem zeitraubend sein kann. Aber es lohnt sich. Das Ausprobieren hat mir schon zu dem ein oder anderen Klamottenkonzept verholfen, welches heute zu meinen Lieblingsoutfits gehört.

Ich zum Beispiel habe einen absoluten Lieblingspullover, den ich das ganze Jahr trage. Je nach Jahreszeit, Temperatur und Wetteraussichten, werden dann die passenden Klamotten der Saison kombiniert. Dieses Teil ist gefühlt 100 Jahre alt, wird nach jedem Waschen immer etwas größer und ist beige.
Mein Papa ist der größte Fan meines Heiligtums und verteilt gern mal die ein oder anderen Spitze, wenn ich mit meinem „Oma-Pullover“ aufkreuze. 😂😉
Mir ist das aber vollkommen egal, denn ich liebe diesen Pulli einfach und fühle mich super wohl darin. Dieses Wohlbefinden strahle ich dann auch aus. Und übrigens gilt: „Du kannst alles tragen!“

Im Sommer nehme ich ihn meist als Ersatz für eine Jacke mit, weil er nicht knittert und man ihn schnell mal in die Tasche stecken kann. Außerdem passt er zu schwarz, weiß, braun, … oder eigentlich zu fast allen Farben. Ich trage ihn auch zu Kleidern oder Hosen, egal ob lang oder kurz, skinny oder boyfriend. Und die Saison bestimmt natürlich auch über das passende Schuhwerk.

Im Sommer gehen sowohl Sandaletten, Schlappen oder Ballerinas. Für kältere Stunden eignen sich Brogues oder Sneaker und für die richtig kalten Tage kombiniere ich derbe Boots oder auch gern schicke Stiefel. Darunter sehen Blusen oder Longsleeves, die dann an den Ärmeln und am unteren Bund herausgucken, sehr schön aus. Einen schicken Freizeit- oder casual look bekommt man gut mit einer Jeansjacke hin.
Je nachdem welche Trendteile ich nutze, um mein saisonabhängiges und funktionales Klamottenkonzept um diesen Pullover herum zu kreieren, kann ich sowohl sportliche Looks, als auch ausgehtaugliche Outfits entwerfen.

Also überlegt mal, ob ihr auch so ein Kleidungsstück habt, welches euer absolutes Lieblingsteil ist und baut um dieses Top, die coole Hose oder den super Sweater eigene Klamottenkonzepte für Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Um in der jeweiligen Saison dann auch up to date zu sein, kombiniert ihr einfach Kleidungstücke aktueller Trends dazu.

Auf die Lagen, fertig, los!
Eure Anni.

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