Und jetzt sitze ich hier, halte dich in meinem Arm. Matti.

Dein Atem geht ruhig, dein Gesicht sieht friedlich aus, deine Händchen ruhen auf mir. 
Ich sehe in dein perfektes Gesicht, sehe deine weiche Haut, deinen kleinen Schmollmund – den du schon beim Ultraschall gezeigt hast.

Du bist zufrieden, weil ich für dich da bin – weil ich immer da sein werde – weil du meine Nähe spüren kannst, dich sicher fühlst. Genau wie an unserem ersten Tag vor vier Wochen.

Es geht auf einmal alles ganz schnell und du liegst auf meiner Brust. Dein kleiner warmer Körper, hörst sofort auf zu schreien, als wir wieder vereint sind – nur anders. Mein Bauch ist leer, mein Herz ist voll. Ich sehe dich an, du bist perfekt. 

Jetzt bist du schon vier Wochen alt, noch immer kann ich es nicht glauben. Du bist mein Baby, du hast mich zur Mama gemacht.
Nach all den Hürden der ersten Tage, sind wir angekommen, angekommen im Babyglück. Plötzlich ist da Zeit zum Genießen. Diese Zeit, auf die ich mich so gefreut hatte.

Jetzt ist sie gekommen, diese magische Kennenlernzeit. Der Stress fällt ab. Jeden Tag genieße ich mehr: die vielen kleinen und großen Momente mit dir, deine kleinen Hände auf mir, deine kleinen Füße, die strampeln, dein Glucksen und Quietschen und dein Gesicht mit all seinen Facetten.

Die ersten Wochen würden hart werden, haben alle gesagt. Ich hatte keine Vorstellung wie hart. 
Tränen, Schweiß und die Angst zu versagen. Babys sind keine Maschinen, sie funktionieren nicht nach Handbuch, das wusste ich. Aber Zehn Ärzte, Hundert Schwestern und Hebammen und mindestens genauso viele Meinungen, wie man ein Baby versorgt… das verunsichert.
Nicht alle Tipps sind hilfreich, das weiß ich jetzt und man muss erst lernen auf seinen Instinkt zu hören.

Feste Zeitpläne, strikte Nahrungsaufnahmen, Wecker und Zeitdruck, davon sind wir weg und damit auch weniger verzweifelt.

Ich hatte auch keine Vorstellung davon wie müde sich müde mit Kindern anfühlen würde. Gleichzeitig bin ich fasziniert davon, wie viel der Mamakörper aushalten kann, nicht nur während der Schwangerschaft oder unter der Geburt, sondern auch jetzt.  

Und wenn ich dich so ansehe, spüre wie du atmest, dann fühle ich alles, alles gleichzeitig und erst jetzt realisiere ich, das hier ist kein Traum. Und bei all dem, bringst du mich zum Weinen, weil es so unglaublich ist, so unglaublich schön.

Liebe, deine Mama.


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