Raus, ich muss raus. An die Luft. Zum Atmen, zum Bewegen, zum Kopf frei bekommen. Jeden Tag suche ich meinen Ausgleich, gehe spazieren – Hand in Hand oder auch allein, nur mit mir und meinen Gedanken oder mit meiner analogen Kamera.

Alle Bilder in diesem Beitrag wurden analog geschossen.

Etwas, dass ich nicht bereuen werde, heute nicht und morgen nicht, ist mein Umzug nach Leipzig. Schon vor einem halben Jahr habe ich Leipzigs schönste Ecken analog und in schwarz-weiß festgehalten.

Vor einigen Monaten habe ich einen überlagerten und schon abgelaufenen Farbfilm in meiner Kameratasche gefunden – wie alt er war – ich weiß es nicht. Aber wegschmeißen? Auf gar keinen Fall.

Filme mögen es eher dunkel und kühl, weshalb sich in unserer Kühlschranktür viele kleine Schachteln mit Rollfilmen und Kleinbildfilmen finden.

Es gibt tatsächlich Fotografen, die speziell nach alten Filmen Ausschau halten, weil sie einen ganz eigenen und unverwechselbaren Look versprechen – und man eben nie genau weiß wie das Ergebnis aussehen wird. So wird analoge Fotografie noch einmal spannender.

Für eine Hochzeit oder die Taufe würde ich solche Experimente nicht empfehlen. Und ich wusste mein in die Jahre gekommener Film soll für eine ganz besondere Serie herhalten, aber ein Risiko eingehen wollte ich nicht.

Lichtspiele mit Kodak.
Eines meiner liebsten Lokale – das Barcelona.
Und wie alles begann oder auch das Elsterartig.

Nachdem ich einige Bilder vom vorherigen Film gesehen habe, war klar, welchen Stil die neuen Fotos bekommen sollten. Ich wollte Leipzig zeigen – so wie es ist, bunt, divers, alternativ und hip, gepaart mit typischen Sightseeing-Hotspots, aber ohne Hochglanz-Image.

Leipzig in frame

Und so war klar, dass ich meine Kamera noch einmal mit auf einen Spaziergang durch eine der schönsten Städte, die ich auch mein Zuhause nennen darf, nehmen werde. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich 36 Mal auf den Auslöser gedrückt und die Aufregung groß. Von den 36 Versuchen sind tatsächlich 36 Bilder, scharf und wunderschön, entstanden.
Ein bisschen kontrastarm, etwas grau, aber mit Charme – ich liebe das Ergebnis.

Uniriese Leipzig

Für mich gibt es keine schönere Stadt zum Leben. Ich liebe sie jeden Tag ein bisschen mehr. Einfach, weil ich bei meinen endlosen Spaziergängen durch die Straßen immer wieder neue spannende und schöne Ecken entdecke.

Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, was Leipzig ausmacht. Es ist der Mix aus Altbaufassaden, den Cafés, den Restaurants und kleinen Imbissen. Es ist das Leben, das auf der Straße stattfindet und es sind die Menschen, die der Stadt ein Gesicht geben. Es sind die individuellen Geschäfte in der Innenstadt und es sind die vielen kleinen und großen Viertel, die das Herz der Stadt umgeben. Und es ist das Grün, dass Leipzig zu einem großen Garten, direkt vor der eigenen Haustür macht.

In den Straßen von Leipzig

Ein guter Tipp für Filmliebhaber – das Passagekino.
Klassiker, Blockbuster, Mainstream oder gehaltvolle Kost – hier findet jeder das Richtige. Kleine Kinosäle sorgen für stimmige Atmosphäre.


One Reply to “Leipzig – analog und in Farbe”

  1. Liebe Anni, eine tolle Liebeserklärung an Leipzig. Ich wünsche Dir unendlich viel Spaß und Erfolg bei Deiner Leidenschaft der Fotografie. LG Deine Mutt

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