Kennt ihr das: Eine lang ersehnte Nachricht, ein Prüfungsergebnis oder die Bestätigung einer Anfrage – ihr seid so aufgeregt, dass ihr nicht wisst, ob ihr das Ergebnis wissen wollt oder nicht. 
Man spürt es, dieses Kribbeln im Bauch.

Die Frage, ob sich gleich bestätigen wird, dass euer Bauchgefühl ganz genau richtig war oder vielleicht doch nicht – und wie dann mit der Enttäuschung umgehen.

Ich denke so oft an diesen Tag. Ich bin so aufgeregt, kann nicht mehr schlafen. Gehe ins Bad. Ich habe die Zahnbürste im Mund, bin so unruhig. Schau ich oder nicht. Und was, wenn das Ergebnis doch anders ist als erwartet.

Und dann ist es da: ein kleines Plus. Kneife meine Augen zusammen und ja, da ist es – ganz eindeutig.

Und dann ist es da: ein kleines Plus. Kneife meine Augen zusammen und ja, da ist es – ganz eindeutig.

Und da ist es wieder, dieses Kribbeln im Bauch.  
Ich drehe mich um, mein Spiegelbild ist eine Mischung aus Ungläubigkeit und Freude, die Augen weit aufgerissen. Ich bin so aufgeregt, spüre die Spannung in jedem Muskel, jeder Faser. Mein Gesicht strahlt.

Ich drehe mich noch einmal um, nur um ganz sicher zu sein, dass es kein Traum ist. Und es ist immer noch da: das positive Ergebnis auf dem Test.

Und jetzt? Wir werden Eltern. Aber was wird aus uns? Was macht das mit uns als Paar. Ich kann unser Glück selbst kaum fassen.
So viel Glück, das anderen verwehrt bleibt. 

In diesem Moment wirkt alles so unecht. Passiert das gerade wirklich. Tausend Gedanken, unbeschreibliche Gefühle.

Manchmal ist es da, dieses Gefühl. Man hat es irgendwie gespürt, es geahnt. Irgendetwas war anders. Die Woche vor dem Test. Man könnte wirklich sagen ich hatte es im Urin.

Moment, schon fast Halbzeit?!

Die letzten Monate vergingen wie im Flug und irgendwie doch nicht: Ich spüre manches mal die Ungeduld und gleichzeitig will ich die Zeit anhalten, will jede Sekunde aufsaugen, genießen, die Gedanken und Gefühle für immer in meine Erinnerung brennen.

Ich bin schwanger, mittlerweile fühlt sich diese Aussage nicht mehr ganz so fremd an. Die ersten kritischen Wochen, geschafft – alles in Ordnung.
Und jetzt haben wir bald Halbzeit auf der ersten Etappe der wohl aufregendsten Reise unseres Lebens.

Und doch ist all das noch surreal – ich warte auf den richtigen Babybauch, auf die sichtbaren Anzeichen auch für andere. 
Ich kann es kaum erwarten, dieses erste richtige Kribbeln im Bauch. Jeden Tag konzentriere ich mich auf dich, verbringe die Zeit ganz bewusst mit dir. Warte, auf die ersten sanften Kontakte – dieses sichere Gefühl auch von dir.

Und vor allem warte ich auf unseren nächsten Termin, die Bestätigung, dass noch immer alles gut ist, dass unser Baby gesund ist und sich alles entwickelt wie es soll.
Sie sind da, die üblichen Beschwerden und doch höre ich pausenlos in mich hinein, immer etwas in Sorge, ob auch wirklich alles gut ist.

Ich glaube, an dieses Gefühlschaos aus Freude, Liebe und Sorge werde ich mich gewöhnen müssen. 


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